Im Kriegsjahr 1916 wurde Peter in eine jüdische Familie geboren. Als Jugendlicher erlebte er in Frankfurt/Main den aufkommenden Faschismus und den Antisemitismus, schloss sich der Arbeiterjugendbewegung an und nahm teil am ersten Widerstand gegen das faschistische Hitlerregime. Bereits 1933 emigrierte Peter Gingold mit seiner jüdischen Familie aus Deutschland nach Frankreich. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht schloss er sich mit seiner Frau Ettie dem französischen Widerstand an. Als er in die Hände der Gestapo geriet, gelang es Peter durch eine unglaubliche Flucht den Faschisten zu entkommen. Die in Paris geborene Tochter Alice hat bei einer Bauernfamilie versteckt überlebt. Nach Deutschland zurückgekehrt, gestaltete er dort den politischen Neuanfang aktiv mit. Wie viele aus dem Widerstand wurden auch er und seine Familie im Nachkriegsdeutschland Diskriminierungen und Repressionen ausgesetzt. Eine Veranstaltung der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Krefeld“ in Kooperation mit der NS-Dokumentationsstelle Krefeld.